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Der Begriff 'palliativ' leitet sich vom lateinischen Wort für Mantel
('pallium') ab. Wie mit einem Mantel sollen Körper, Geist
und Seele von unheilbar kranken Menschen 'umhüllt' werden, um ihnen
so ein schmerzarmes und würdiges Leben bis zum Tod zu ermöglichen:
Mit anderen Worten, soll hier die Lebensqualität weitestgehends verbessert
werden.
Dies betrifft vor allem – aber nicht nur – Krebskranke. Pro
Jahr sterben mehr als 200.000 Menschen in Deutschland an einer Tumorerkrankung.
Rund drei Viertel von ihnen müssen wegen heftiger Schmerzen und Nebenwirkungen
der Therapie behandelt werden. Auch Beschwerden anderer Art wie Übelkeit,
Erbrechen, Luftnot, Schwäche, Verstopfung, Appetitlosigkeit u.a.
werden hier angegangen.
Mediziner betonen, dass Schmerzen und andere Symptome fast immer befriedigend
gelindert werden können. Palliativmediziner sollen aber nicht nur
gegen körperliche Beschwerden helfen. Schwere oder unheilbare Erkrankungen
können zudem Ängste und Depressionen auslösen, die psychologische
Betreuung ist deshalb ebenfalls ein wichtiger Aspekt.
Zur palliativen Betreuung gehören die Palliativmedizin, die palliative
Pflege und die Umsetzung dieser in Verbindung mit psychosozialer und seelsorgerlicher
Betreuung.
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